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Fachkräftesicherung - Gemeinsames Positionspapier von HDB und ZDB

 

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewebes (ZDB) haben dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ein gemeinsames Positionspapier überreicht. Dieses soll die Bemühungen der Bundesregierung, in einem Dialog mit allen beteiligten Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine Strategie zur Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs in Deutschland zu entwickeln, unterstützen. Die Unterlage enthält eine Prognose der Personalentwicklung, eine Darstellung der eigenen Anstrengungen der Bauwirtschaft zur Deckung des zukünftigen Fachkräftebedarfs und die Erwartungen der beiden Bauspitzenverbände an die Politik.

 

Die prognostizierte Fachkräftelücke im Bereich der gewerblichen Arbeitnehmer von circa 50.000 bis 60.000 Beschäftigten bis zum Jahre 2020 beruht auf den folgenden Annahmen: 25 Prozent der zurzeit beschäftigten gewerblichen Arbeitnehmer werden nach den vorliegenden statistischen Auswertungen der SOKA-BAU in den nächsten 10 bis 15 Jahren aus dem Erwerbsleben ausscheiden, weil sie bereits das 50. Lebensjahr vollendet haben. Diesem Ausscheiden älterer Arbeitnehmer steht nur die Übernahme einer deutlich geringeren Anzahl von Auslernlingen nach ihrer erfolgreichen Berufsausbildung gegenüber. Lediglich 60 Prozent der Auszubildenden werden nach der Statistik der SOKA-BAU im Anschluss an ihre Berufsausbildung in ein Arbeitsverhältnis im Baugewerbe übernommen. Hinzu kommt, dass sich die Zahl der Schulabgänger in den nächsten zehn Jahren durchschnittlich um circa 1,5 Prozent jährlich verringern wird.

 

Unter Berücksichtigung eines von der Hauptabteilung Wirtschaft des ZDB prognostizierten Anstieges des Umsatzes und der Produktivität von jeweils 0,75 Prozent jährlich wird der Personalbedarf im Jahre 2020 in etwa der Zahl der im Jahresdurchschnitt 2009 beschäftigten 460.000 gewerblichen Arbeitnehmer (SOKA-BAU-Statistik) entsprechen. Da in den Jahren 2010 bis 2020 deutlich mehr gewerbliche Arbeitnehmer altersbedingt aus dem Baugewerbe ausscheiden als Lehrlinge im Anschluss an ihre Berufsausbildung übernommen werden, ergibt sich die rechnerische Fachkräftelücke von circa 50.000 bis 60.000 gewerblichen Arbeitnehmern.